Der Ausschuss für Verkehr und Infrastruktur des Regionalrates Düsseldorf hat einstimmig einen gemeinsamen Antrag von CDU, SPD, Grünen und FDP/FWG zur Zukunft der Rheinquerungen beschlossen. Die Initiative für den Antrag ging von der FDP/FWG-Fraktion aus.
Der Regionalrat unterstützt damit das gemeinsame Forderungspapier „Rheinquerungen im Rheinland zukunftsfest sichern“ der Metropolregion Rheinland und des Region Köln/Bonn und fordert Bund und Land auf, die notwendigen Maßnahmen mit hoher Priorität umzusetzen.
Im Mittelpunkt stehen der beschleunigte Ersatz maroder Rheinbrücken, eine verlässliche Finanzierung kommunaler Rheinquerungen und des nachgeordneten Straßennetzes sowie eine verbindliche Koordinierung der zahlreichen Sanierungs- und Neubauprojekte. Auch zusätzliche Rheinquerungen und die Beseitigung von Engpässen sollen prioritär vorangetrieben werden.
Bernd Kuckels, Vorsitzender der FDP/FWG-Fraktion im Regionalrat Düsseldorf: „Die Rheinbrücken sind das Rückgrat der Mobilität im Rheinland. Wir können es uns nicht leisten, dass immer mehr Brücken gleichzeitig zum Nadelöhr werden. Wir brauchen jetzt einen gemeinsamen Kraftakt von Bund, Land, Regionen und Kommunen – mit klaren Prioritäten, gesicherter Finanzierung und einem verbindlichen Zeitplan.“Die derzeitige Situation sei längst mehr als ein Problem einzelner Bauwerke. Bereits heute ist rund ein Drittel der Straßen-Rheinquerungen für den Schwerlastverkehr ganz oder teilweise gesperrt. Die Folgen seien Staus, Umleitungsverkehre, zusätzliche Belastungen für die Kommunen und erhebliche volkswirtschaftliche Schäden.
Kay Ehrhardt, verkehrspolitischer Sprecher der FDP/FWG-Fraktion, erklärt: „Wir dürfen nicht Brücke für Brücke denken, sondern müssen das gesamte Verkehrsnetz im Blick haben. Wenn mehrere Rheinquerungen gleichzeitig ausfallen, braucht es leistungsfähige Alternativrouten und eine abgestimmte Bauplanung. Der Regionalrat sendet mit seinem einstimmigen Beschluss ein starkes Signal an Bund und Land.“
Der Beschluss soll nun dem Bundesministerium für Verkehr, dem nordrhein-westfälischen Verkehrsministerium sowie der Metropolregion Rheinland und dem Region Köln/Bonn übermittelt werden. Der Regionalrat wird sich in seiner Sitzung am 24. September 2026 abschließend mit dem Antrag befassen.


